Experiment 3: Chemische Analyse der Brunnenwässer aus den gewählten Lokalitäten der Prešover Region

20.03.2015 15:50

Aufgaben:

  1. Inhalte von Nitrat, Nitrit, Phosphat und Ammoniak in den Proben stellen und zugleich vergleichen.
  2. pH-Wert der Wasserproben bestimmen.
  3. Härte von Wässern feststellen.


Was sollen wir wissen:

Einige der chemischen Wasserqualitätindikatoren:

Ammoniak ist der typische Wasserqualitätindikator. Es muss in allen Arten von Wasser bestimmt werden (Trinkwasser, Abwasser, Industrie usw.). Das Trinkwasser kann nicht Ammoniak enthalten. Wenn wir ihn im Wasser beweisen, ist das Wasser schädlich. Der maximal zulässige Ammoniakgehalt im Trinkwasser liegt bei 0,5 mg · l-1.

Nitrate sind in allen Arten von Gewässern zu finden. In reinen natürlichen Wässern (Grund- und Oberflächenwasser) sind in der Regel in geringen Konzentrationen (Einheiten mg ·l-1 NO3). Industrielle Abwässer enthalten die Nitrate auch in höheren Konzentrationen. Nitratgehalte sind in der Regel am höchsten im Winter. Umgekehrt, während der Vegetationszeit, die zum Teil von den Pflanzen verbraucht werden, haben niedrigere Werte. Der maximal zulässige Nitratgehalt im Trinkwasser liegt bei 50 mg ·l-1.

Nitrite entstehen in den Gewässern durch biochemische Oxidation von Ammoniakstickstoff oder biochemische Reduktion von Nitrat. Das Trinkwasser ist ein Indikator für frische Verschmutzung. Der maximal zulässige Nitritgehalt im Trinkwasser liegt bei 0,1 mg · l-1.

Phosphaten kommen in Wasser aus städtischen Abwässern und dem Abfluss von Düngemittel aus der Pflanzenproduktion in der Landwirtschaft. Phosphate sind selbst nicht toxisch. Ihr hoher Wassergehalt führt übermäßiges Algenwachstum, das Kontakt von Wasser mit Luftsauerstoff zu verhindern und dadurch biologische Prozesse im Wasser zu beeinflussen. Der maximal zulässige Phosphatgehalt im Trinkwasser beträgt 1 mg·l-1.

Wasserhärte enthält besonders Calcium und Magnesium aus gesundheitlicher Sicht ist es besser,  das harte Wasser zu trinken.  Auf der anderen Seite, hartes Wasser bewirkt Kalkablagerung in den Kannen, Verstopfung von Rohrleitungen, erhöht den Seifenverbrauch beim Waschen.

Nach dem Inhalt Säureanionen unterscheidet man temporäre (Karbonathärte) und permanente Härte, die vor allem Sulfate bestimmen. Vorübergehende und dauerhafte Härte bilden zusammen die Gesamthärte.

Die Wasserhärte-Tabelle:

Sehr weiches Wasser                   0-0,7 mmol / l

Weiches Wasser                            0,7 bis 1,3 mmol/l

Mittelhartes Wasser                    1,3 bis 2,1 mmol / l

Leicht hartes Wasser                    von 2,1 bis 3,2 mmol / l

Hartes Wasser                                3,2 bis 5,3 mmol / l

Sehr hartes Wasser                       über 5,3 mmol / l

Berechnung:   1 mmol.l-1 = 5,6 0N oder 1 0N = 0,1786 mmol/l

Die Regierungsverordnung der Slowakischen Republik, Gesetz GBl. Nr. 354/2006, bestimmt für die Wasserhärte (Calcium und Magnesium) den empfohlenen Wert 1,1 – 5,0 mmol/l, was im Bereich von  6,16 – 28,04 0N deutsche Grade liegen muss. Weil es nur um den empfohlenen Wert handelt, ist das Erzielen von diesem Wert nicht verbindlich.

Probenahme und Verfahren:

Die Karte der Brunnen bezeichnet die Lokalitäten, wo die Proben von Wasser und Boden entgenommen wurden.

 

 

Bild 5Probenahme (Quelle: eigene Quelle)

Gemessene Werte:

 

Cemjata

Sigord

Kvašná voda

Zlatá Baňa

NO3-

3

10

2

5

NO 2-

0,01

0,02

0,02

0,02

PO 43-

0,5

0,5

0,1

0,5

NH 4+

0,03

0

0,005

0,02

Härte (mg/l)

550

600

350

150

pH

7

7,5

6,5

5,5

Schluss: Die gemessenen Werte überschreiten die empfohlenen Werte für da Trinkwasser. Trotzdem sind die Wässer in den Brunnen zum Trinken empfohlen. Es ist wichtig, die detailierten, besonders biochemischen Analysen zu realisieren.